Alterserscheinungen der Haut
Vielfältige Gründe führen im Laufe der Zeit zu einer zunehmenden Schädigung der Haut. Zum einen kommt es schon im Zuge der normalen Hautalterung zu Kollagenbrüchen, zum anderen wirken viele mehr oder weniger vermeidbare Einflüsse auf die Haut ein.
Zu viel Sonne (UV-Strahlung, auch Solarium) führt durch Schädigung der Melanozyten, Kollagenzerstörung und Bildung von abnorm strukturiertem Elastin zu Altersflecken, Sommersprossen, Falten und Elastizitätsverlust und fördert die Entstehung von Hautkrebs. Weitere schädigende Faktoren sind beispielsweise vitaminarme, einseitige Ernährung, Stress und wenig Schlaf.
Altersflecken (= Lentigo senilis, Lentigo solaris): bräunliche, scharf begrenzte Fleckbildungen in chronisch licht-exponierten Hautarealen, vornehmlich des Gesichtes, der Handrücken oder Unterarmbereiche. Übergänge zu bösartigen Verläufen möglich (selten !).
Schwangerschaftsstreifen (= Striae cutis distensae): zunächst bläulich-rote, später weißliche, unterschiedlich lange und breite, teils parallel zueinander verlaufende, atrophische Streifen mit eingesunkener, gefältelter Haut. Atrophische Epidermis mit verbrauchtem Kollagen, dabei kaum elastische Fasern. (Ursache: Einfluss von Glucokortikosteroiden, Östrogenen und Überdehnung der Haut, z.B. bei Schwangerschaft, M. Cushing, Pubertät, besonderen Infektionen).
Narbe: Endzustand einer Wundheilung, dabei kollagener Bindegewebsersatz für einen Gewebedefekt, z.B. der Haut. Die Gefäße und die Hautdicke sind im Bereich der Narbe meist vermindert (Ausnahme: Narbenkeloid). Hautfelderung und Papillenrelief, sowie elastische Fasern, Haare und Hautdrüsen fehlen.
Zum Schutz der Haut vor vorzeitiger Alterung und Krebsentstehung ist es empfehlenswert, die Sonne – insbesondere in der Mittagszeit – zu meiden, sowie für Sonnenschutz durch entsprechende Kleidung und Sonnencreme zu sorgen. Vitaminreiche Ernährung, ausreichend Schlaf und Entspannung unterstützen die Hautgesundheit zusätzlich und helfen damit ein jugendliches Aussehen zu bewahren. In dieser Hinsicht sollen auch vorbeugende Anwendungen helfen. Hierzu zählen (Bindewebs-) Massagen in unterschiedlichster Art und Weise (Bürsten-, Streichmassagen, etc.), ferner Packungen / Masken / Cremes mit Pflegeprodukten wie Naturstoffen, Kosmetika und anderen, teils kombinierten Inhaltsstoffen.
Ist es bereits zu Schäden und damit auch zu “Schönheitsfehlern” gekommen, sind die o.g. Maßnahmen alleine jedoch nicht mehr ausreichend, da sie einmal aufgetretene Schäden nicht beseitigen können.
Hier stellt das Chemische Peeling eine besondere Maßnahme in der ästhetischen Behandlung dar.
An operativen Therapieformen sind dann für Narben bzw. Falten in unterschiedlicher Ausführung Injektionen/Infiltrationen, Laser-Anwendungen, Dermabrasiones und letztlich Ausschneidungen / Straffungsoperationen (teils mit Unterstützung durch Gewebekleber) denkbar.
