bei Brustvergrößerungen
Nach einer ambulant vorgenommenen Operation bedarf es allerdings einer mindestens 2-3 stündigen Nachbeobachtung, bevor die Patientin in die Obhut einer häuslichen Betreuung entlassen werden darf. Die bei dem Eingriff eingelegten Wunddrainagen, die einer übermäßigen Blutergussbildung vorbeugen sollen, werden üblicherweise nach 2 Tagen entfernt, die Hautfäden nach ca. 8-14 Tagen. Zur Vermeidung einer Blutgerinnselbildung (= Thrombose) erhält die Patientin zur Prophylaxe einmal täglich Spritzen (Selbstverabreichung) mit niedermolekularem Heparin.
Die Patientin sollte postoperativ einen gut fixierenden BH ohne Drahtkörbchen tragen. Meist ist während der ersten sechs Wochen auch ein sog. Stuttgarter Gürtel sinnvoll. Sportliche Aktivitäten und schwere körperliche Arbeit sind für vier Wochen zu vermeiden. Solarium und Sonnenbäder mit unbedeckter Brust sind für sechs Monate verboten (Narbenregionen müssen bedeckt sein).
Das größte Risiko einer Brustvergrößerung ist die Ausbildung einer Kapselverhärtung (Kapselfibrose) oder einer Infektion. In schlimmen Fällen einer Fibrose bzw. nahezu immer bei einer Infektion ist dann ein Implantataustausch erforderlich. Bei Verwendung moderner Implantattypen ist die früher mögliche Materialermüdung nicht zu befürchten, so dass ein Materialaustausch aus diesem Grund nicht mehr zu erwarten ist.
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